Dienstag, 1. September 2009

Exkursion nach Billings

Billings

Am 26.08.2009 ging es los nach Billings.
6 Stunden im Auto sitzen…und wir sind doch erst in Zentral Montana!
Auf den Highways immer gerade aus und ab und an durch eine kleine Stadt und dann wieder gerade aus durch das Nichts, Berge und die Prärie.
Angekommen in Billings hat uns Jörn auf dem Campingplatz begrüßt mit vollem Tatendrang gleich noch loszuziehen um die ersten Sedimentschichten anzuschauen und zu bestimmen.
Billings ist die größte Stadt in Montana, hier ist es noch heißer und trockener!
Jörn hat sich hier die letzten 3 Jahre im Sommer aufgehalten und die Eagle Formation und ihre verschiedenen Sedimentschichen genau studiert. Er hat die Exkursion geleitet und am letzten Tag eine Präsentation vor 30 Geologen aus ganz Montana gehalten.

Wir haben uns 4 Tage dort aufgehalten und alle Schichten genau untersucht.
Den ersten Vormittag haben wir uns mit den Gesteinen aus dem Flussbett des Yellowstone River beschäftigt.


- ultra mafic,
- quarzite,
- felsic,
- intermediate,
- volcanics


Hier ein kleiner Exkursionsbericht der letzten Station in Billings.

The Late Cretaceous Eagle Sandstone outcrops in cliffs exposed around the city of Billings, Montana.  Twenty-four meters of well-exposed sandstone were measured at the top of west-facing cliffs at Phipps Municipal Park.  Sedimentary structures, fossils and ichnofossils, glauconite content, and unit thickness were documented using a tape measure and hand lenses.  A negligible structural tilt (<5°) was ignored.  The measured section was later viewed from below to note broad-scale features.

The basal three meters of the section has glauconitic, marine-burrowed, cm- to dm-interbedded silts and fine sands.  Sands toward the top show some hummocky cross-stratification (HCS).  These silty fine sands are interpreted as a lower-shoreface facies. 

A heavily burrowed sharp contact with woody lag deposits marks the beginning of the next section.  Medium-grain unburrowed low-glauconite trough cross-bedded sands fine slightly upward to meter seven, then transition in to glauconitic interbedded silts and fine sands showing some HCS reaching meter 8.5.  Trough cross-bedding is exposed only on a two-dimensional cliff face but evince a roughly and consistently easterly paleoflow direction.  This section is interpreted as a deepening-upward transition from a fluvial to a marine lower-shoreface setting.

The next section (8.5-17 meters) lies above a sharp incised contact and is a low-glauconite non-burrowed fining-upward medium sand with large (2-meter plus) cross-beds evincing easterly paleoflow direction.  When viewed from below, this prominent cliff-former is incised in to units beneath and contains east-dipping internal features interpreted here to be lateral accretion surfaces within a migrating channel point bar.

The contact with the next slope-forming section is obscured.  Centimeter-scale orange-stained interbedded fine sands, silts, and muds occur from 17 to 19 meters.  Weathered glauconite is inferred from the presence of orange sand grains, but this is uncertain.  No burrows or cross-bedding is observed, though a possible coal or black shale exists.  This grades upward in to burrowed, glauconitic, upward-fining silts and sands.

At 21 meters, a sharp basal contact leads to cm-layered fine to medium glauconitic burrowed sand with some HCS.  These sands continue to the top of the section, though the top 1.5 meters is interbedded with dm-scale beds of cm-layered trough cross-bedded sands showing a southeasterly flow-direction.

Bilder_Billings

Montag, 24. August 2009

Erste Eindrücke

Meine Ersten Tage


Wenn ich nun an meine letzte Zeit in Potsdam zurück denke und an die kleine Präsentation im Geowissenschafts Gebäude über das IFG-Programm kann ich es selbst kaum glauben, dass ich diejenige bin die jetzt hier in Missoula wohnt und studiert.
Was für ein Start ins neue Studenten-Leben!
Alles ging rasend schnell. Innerhalb von 1 1/2 Monaten sollte alles organisiert wein - Flug, Visum, Stapel an Papieren ausfüllen, mein Zimmer in Potsdam, eine neue Bleibe in Missoula...
Dann stellt man sich Fragen über Fragen und hofft, dass alles gut geht.
- Wo werde ich eigentlich in Missoula wohnen?
- Hoffentlich kommt mein Visum noch bevor ich los gehe?
- Wie wird die Uni sein? Was für Kurse muss ich eigentlich belegen?
- Was werden wohl für Fragen bei dem Visums - Interview gestellt?
- Was nehme ich mit? Was brauche ich?
   Ich weiß nur, es wird sehr sehr kalt im Winter, also Wollpullover, Handschuhe, Mütze, Schal aber natürlich  nicht die kurze Hose und die Sonnenbrille für den Sommer vergessen.
  Ganz wichtig natürlich Kompass, Hammer, Lupe und Feldbuch.

Neben all diesen organisatiorischen Dingen sollten dann noch alle Klausuren bestanden werden. Wenn man das alles so liest und sich vorstellt, dass man dafür nun 6 Wochen Zeit hat, dann ist das verrückt und eigentlich undenkbar. doch es ist machbar und ich bin froh dass ich es druchgezogen habe.
Die Belohnung dafür ist mehr als genug.

Auf dem Flug von Seattle nach Missoula haben mich die Rocky Mountains begrüßt und weit unter mir waren Mount Rainier und der berühmte Vulkan Mount St. Helens zu sehen - da schlägt ein Geologenherz schon mal schneller.
Die Vorfreude auf das kommende Jahr wurde ab diesem Zeitpunkt immer größer. Dann bin ich - endlich nach 24 Stunden - in Missoula angekommen. Viele kleine Lichter im Dunkel der Nacht. Missoula liegt mitten in den Bergen auf einer Art Hochebene.
Nun hieß es erstmal die Bergluft schnuppern, erste Eindrücke aufsaugen und dann mit Jenica (Studentin aus Missoula, die letztes Jahr in Potsdam war) auf einen Willkommens-Drink in die Innenstadt fahren.

Angekommen in meinem Apartment habe ich mich erst mal schlafen gelegt. Denn die 8 Stunden Zeitverschiebung merkt man dann doch. So bin ich ins Bett gegangen als ihr alle in Deutschland aufgestanden seid.

Mein erster Tag war schon verplant bevor ich angekommen war. Frühstücken mit meiner Mitbewohnerin Clara, mit Jenica und Oli. Nachmittags ging es dann auf den Blackfoot River zum "Floating".
Ja, so lässt es sich leben! Danke euch allen für das schöne erste Wochenende.

Die nächsten Tage ging es dann schon in die Uni zum "International Orientation Program"! Ich hatte mein erstes Treffen mit Marc Hendrix meinem Betreuer und dann war ich die Tage damit beschäftigt heraus zu finden wie ich mich für Kurse registriere und welche Kurse ich überhaupt belegen soll.
Doch nach vielem Hin und Her hab ich es dann doch geschafft. Mein Stundenplan ist komplett!
 - Strukturgeologie
 - Geologische Methoden im Gelände
 - Exkursion zur Rocky Mountain Front
 - Sequenz Strat. Exkursion nach Billings
 - Media Arts, eine Einführung in die Filminterpretation
 - Geographie von Montana

Jetzt kann das Abenteuer hier in Missoula losgehen. Ich freue mich!
Die erste Exkursion startet noch diese Woche! Es geht nah Billings zum Zelten (und ich muss schauen, dass ich in 2 Tagen alles dafür organisiert bekomme :-) ).
Wir werden uns die Sandstein Formationen (Eagle formation) um Billings anschauen!
Los geht's!

Erste Bilder