Meine Ersten Tage
Wenn ich nun an meine letzte Zeit in Potsdam zurück denke und an die kleine Präsentation im Geowissenschafts Gebäude über das IFG-Programm kann ich es selbst kaum glauben, dass ich diejenige bin die jetzt hier in Missoula wohnt und studiert.
Was für ein Start ins neue Studenten-Leben!
Alles ging rasend schnell. Innerhalb von 1 1/2 Monaten sollte alles organisiert wein - Flug, Visum, Stapel an Papieren ausfüllen, mein Zimmer in Potsdam, eine neue Bleibe in Missoula...
Dann stellt man sich Fragen über Fragen und hofft, dass alles gut geht.
- Wo werde ich eigentlich in Missoula wohnen?
- Hoffentlich kommt mein Visum noch bevor ich los gehe?
- Wie wird die Uni sein? Was für Kurse muss ich eigentlich belegen?
- Was werden wohl für Fragen bei dem Visums - Interview gestellt?
- Was nehme ich mit? Was brauche ich?
Ich weiß nur, es wird sehr sehr kalt im Winter, also Wollpullover, Handschuhe, Mütze, Schal aber natürlich nicht die kurze Hose und die Sonnenbrille für den Sommer vergessen.
Ganz wichtig natürlich Kompass, Hammer, Lupe und Feldbuch.
Neben all diesen organisatiorischen Dingen sollten dann noch alle Klausuren bestanden werden. Wenn man das alles so liest und sich vorstellt, dass man dafür nun 6 Wochen Zeit hat, dann ist das verrückt und eigentlich undenkbar. doch es ist machbar und ich bin froh dass ich es druchgezogen habe.
Die Belohnung dafür ist mehr als genug.
Auf dem Flug von Seattle nach Missoula haben mich die Rocky Mountains begrüßt und weit unter mir waren Mount Rainier und der berühmte Vulkan Mount St. Helens zu sehen - da schlägt ein Geologenherz schon mal schneller.
Die Vorfreude auf das kommende Jahr wurde ab diesem Zeitpunkt immer größer. Dann bin ich - endlich nach 24 Stunden - in Missoula angekommen. Viele kleine Lichter im Dunkel der Nacht. Missoula liegt mitten in den Bergen auf einer Art Hochebene.
Nun hieß es erstmal die Bergluft schnuppern, erste Eindrücke aufsaugen und dann mit Jenica (Studentin aus Missoula, die letztes Jahr in Potsdam war) auf einen Willkommens-Drink in die Innenstadt fahren.
Angekommen in meinem Apartment habe ich mich erst mal schlafen gelegt. Denn die 8 Stunden Zeitverschiebung merkt man dann doch. So bin ich ins Bett gegangen als ihr alle in Deutschland aufgestanden seid.
Mein erster Tag war schon verplant bevor ich angekommen war. Frühstücken mit meiner Mitbewohnerin Clara, mit Jenica und Oli. Nachmittags ging es dann auf den Blackfoot River zum "Floating".
Ja, so lässt es sich leben! Danke euch allen für das schöne erste Wochenende.
Die nächsten Tage ging es dann schon in die Uni zum "International Orientation Program"! Ich hatte mein erstes Treffen mit Marc Hendrix meinem Betreuer und dann war ich die Tage damit beschäftigt heraus zu finden wie ich mich für Kurse registriere und welche Kurse ich überhaupt belegen soll.
Doch nach vielem Hin und Her hab ich es dann doch geschafft. Mein Stundenplan ist komplett!
- Strukturgeologie
- Geologische Methoden im Gelände
- Exkursion zur Rocky Mountain Front
- Sequenz Strat. Exkursion nach Billings
- Media Arts, eine Einführung in die Filminterpretation
- Geographie von Montana
Jetzt kann das Abenteuer hier in Missoula losgehen. Ich freue mich!
Die erste Exkursion startet noch diese Woche! Es geht nah Billings zum Zelten (und ich muss schauen, dass ich in 2 Tagen alles dafür organisiert bekomme :-) ).
Wir werden uns die Sandstein Formationen (Eagle formation) um Billings anschauen!
Los geht's!
Erste Bilder

WOW!! Beneidenswert... und ich sitze hier in Karlsruhe. Unglaublich *g*.
AntwortenLöschenIch hoffe dein neuer Alltag wird genauso spannend weitergehen wie bisher!!
Genieß die schöne Zeit.
Liebe Grüße
Nico